Historische Fotos aus Baden bekommen ein neues Zuhause

2018 konnten vom Stadtarchiv Baden in einer Notbergung unzählige Kartons mit Glasplattennegativen aus dem Badener Fotoatelier Schiestl in der Antonsgasse 20 gerettet werden. Anton Schiestl (1872-1933) war einer der bedeutendsten frühen Fotografen Badens. Er war von 1897 bis 1933 tätig und fotografierte nicht nur Personen, sondern auch Gebäude, Stadtansichten, Landschaften und Ereignisse, vornehmlich in Baden.

Bis in die 1930er Jahre dienten in der Fotografie Glasplatten – mit Gelatine beschichtet – als Trägermedium, auf das Negative mit Aufnahmen von Orten oder Personen belichtet wurden.

Diese Unikate sollen für die Nachwelt erhalten und der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Dank einer Förderung vom Land NÖ konnten die geretteten Glasplatten im Jahr 2021 bereits grundgereinigt werden. Beschädigte Glasplatten werden jetzt von einer Restauratorin fachgerecht behandelt und gesichert. Die Originale werden in den nächsten Monaten in archivtaugliche Materialien umgepackt und konservatorisch richtig gelagert. In einem weiteren Arbeitsschritt werden die Glasplatten im Stadtarchiv Baden eingescannt und in Positive umgewandelt. Dadurch können die Motive erkannt und entsprechend zugeordnet und verzeichnet werden. Danach stehen sie auch für Rechercheanfragen im Stadtarchiv zur Verfügung, geplant ist auch eine Dauerpräsentation zahlreicher Motive in den Schauräumen des Rollettmuseums.

Weitere Infos zum Fotografen: Katalogblätter des Rollettmuseum, Nr. 98, Hildegard HNATEK und Franz REITER, Fotografen in Baden von 1850 bis heute, Baden 2015 – erhältlich im Rollettmuseum Baden.

Wir danken für die Unterstützung: