Schon einmal Schwefelwasser getrunken?
Historische Trinkgläser für Ausstellung im Kaiserhaus Baden gesucht

Vielen Badnerinnen und Badnern ist die Trinkhalle im Kurpark sicherlich noch in Erinnerung. Im Jahr 1928 an der Stelle eines Vorgängerbaus eröffnet, war sie bis zum Umbau und Nutzung durch das Casino ein Treffpunkt für Kurgäste. In der Trinkhalle, die unmittelbar mit dem Curhaus verbunden war, befand sich neben dem Trinkbrunnen auch eine Wandelhalle mit Orchesterraum. Das Wasser wurde getrunken,  konnte aber auch inhaliert oder zum Gurgeln verwendet werden.

Das Schwefelwasser zum Trinken wurde aus speziellen Gläsern ausgeschenkt: Henkelbecher aus Glas oder weiße Becher, wohl aus Keramik, wie historische Bilder zeigen.

Außerdem führte der Leiter des bäderwissenschaftlichen Instituts in Baden, Prof. Kosmath, ein neues Abfüllverfahren ein, bei dem auch eigene Gläser mit Angabe der Füllmenge verwendet wurden.

Diese verschiedenen Gläser werden nun für die kommende Ausstellung im Kaiserhaus Baden gesucht. Unter dem Titel AUFBADEN – ABBADEN wird ab 22. April 2023 mehr zur Kurkultur in Baden zu erfahren sein. Die Kuratorinnen, Beatrice Jaschke und Marion Oberhofer, sind schon seit mehreren Monaten am Sammeln von Material und in das umfangreiche Quellenmaterial in Stadtarchiv und Rollettmuseum eingetaucht. Während Souvenirgläser mit Aufschrift Baden in allen Varianten zahlreich im Museum vorhanden sind, fehlen die Trinkgefäße der Kur in den Städtischen Sammlungen. Daher wird die Badener Bevölkerung um Unterstützung gebeten.

Wer noch so ein Glas oder einen Becher im Fundus hat: bitte im Rollettmuseum melden.
Weikersdorfer Platz 1, 2500 Baden, museum@baden.gv.at; Tel. 02252-86800-580.
Selbstverständlich werden die Trinkgefäße nach Ende der Ausstellung den Leihgebern zurückgegeben.